Wolf Hirth - Teckblicker

Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü

Wolf Hirth

 

Wenn man die Begriffe Teck und Fliegerei in irgendeinem Zusammenhang nennt kommt man an einem Namen nicht vorbei.

 
 
 
 
 

Wolf Hirth

 
 
 
 
 

Er kam am 28.Februar 1900 in Stuttgart als
Kurt Erhard Wolfram Hirth
als letztes von drei Jungs auf die Welt .
Sein Vater war der Erfinder und Firmengründer
Albert Hirth und seine Mutter Karoline geborene Holz.
Seine Geschwister hießen
Albertine, Hellmuth, Johanna und Roland.
Sein Bruder Hellmuth ist 16 Jahre älter gewesen, und war technisch genauso interessiert wie sein Vater und später auch Wolf.
Aus diesem Grund war Wolf auch einer von den ersten Mitgliedern des 1913 gegründeten Modell-Aeroklubs, der Club machte es sich zur Aufgabe Modelflugwettbewerbe und Modellausstellungen zu organisieren und diverse Fachzeitschriften rauszubringen.
Mit 18 Jahren macht Wolf in Stuttgart sein Notabitur.
Anschließend ging er für eine kurze Zeit als Praktikant zur Uhrenfabrik Junghans nach Schramberg, in der schon sein Vater tätig gewesen war, und wechselte dann zu Daimler-Benz nach Stuttgart.
Mit 25 Jahren verlor Wolf bei einem Motorradunfall sein linkes Bein, unbeeindruckt von seinem Handicap ließ er sich nicht davon abbringen bei Motorradrennen mitzumachen oder sich von der Fliegerei zu verabschieden.
Der Vereinsmeierei müde  löste sich unter der Leitung von Wolf Hirth 1926 eine Gruppe von 8 Männern aus dem Flugtechnischen Verein Stuttgart mit dem Willen Flugzeuge zu bauen und auch zu konstruieren
Die Gruppe AKA-FLIEG wurde geboren, und Wolf Hirth wurde der 1.Vorsitzende des Vereins.
Mit 28 Jahren beendete Wolf Hirth erfolgreich sein Studium als Diplom-Ingenieur, und zwei Jahre später heiratetet er in Stuttgart die 23 Jährige Clara Wagner.
12 Jahre nach der Hochzeit kam Tochter Barbara auf die Welt, 5 Jahre später folgte Eva, und 1959 wurde der Stammhalter Hellmuth als einziger der sich von der Flugbegeisterung seines Vaters anstecken lies geboren.

 

Hier sieht man die Familie Hirth.
Eva,Wolf und Barbara von links nach rechts in der oberen Reihe
Und sitzend Clara Hirth neben ihr steht Hellmut.

 
 
 

Am 10.3.1931 starte Wolf Hirth wohl seinen spektakulärsten Flug in New York.

 

Mit seinem Flugzeug „Musterle“ fand er Aufwind und Flog über eine Stunde über der Großstadt. Der Flug hätte bestimmt noch in die Länge gehen können aber Wolf Hirth hatte bemerkt was er für ein Verkehrschaos auf den Straßen von New York auslöste.   

Nach Deutschland zurückgekehrt, übernahm Wolf Hirth zum 1.April 1931  die Leitung der Segelflugschule im niederschlesischen Grunau,im heutigen Polen.

1934 machte er mit den Segelflugpionieren Heini Dittmar, Peter Riedel und Hanna Reitsch an einer Südamerikaexpedition die von Walter Georgii  organisiert worden war mit und im Gepäck war sein selbstgebautes Segelflugzeug „Moazagotl“ das er ein Jahr vorher selber gebaut hat.
Im Herbst 1935 reiste Wolf Hirth in seiner Eigenschaft als Leiter der Reichssegelfliegerschule mit zwei weiteren Fluglehrern nach Japan um auch hier die Segelfliegerei bekannt zu machen.

Im Herbst 1935 reiste Wolf Hirth in seiner Eigenschaft als Leiter der Reichssegelfliegerschule mit zwei weiteren Fluglehrern nach Japan um auch hier die Segelfliegerei bekannt zu machen. Bei seinen Japanbesuchen wurde Hirth sogar am kaiserlichen Hof empfangen.

Noch im selben Jahr unterstützten Wolf Hirth seinen Freund Martin Schempp bei der Gründung seiner Firma Sportflugzeugbau Göppingen Martin Schempp.
3 Jahre später wurde Wolf Hirth offiziell Teilhaber des jungen Unternehmens das ab da den Namen
Sportflugzeugbau Schempp-Hirth trug.

 
 
 
 

Kurz nach dem 2.Weltkrieg war an das Bauen von Sportflugzeugen wegen zu vielen Auflagen nicht zu denken.
Da aber Wolf Hirth ein absoluter Erfindergeist war, baute er Dinge die für den alltäglichen Bereich des Alltags gedacht waren. So entstand zum Beispiel der kleine, platzsparende Wohnwagen Tramp, den Wolf Hirth selber auf einer Ausstellung in Genf präsentierte.

 

Leider gibt es von dem Tramp nur noch acht Stück.
6 davon in Museen. 2 sind in Privatbesitz und haben sogar noch eine Straßenzulassung
Davon ist ein Exemplar im Besitz von Hellmut Hirth.

 
 
 

Sowie der klappbare Leiterwagen Rolldie oder die Hirth.- Anbauküche hielt das Junge Unternehmen über Wasser .

 

In den Folgejahren besann man sich wieder auf das Kerngeschäft  und baute wieder die ersten Flugzeuge.
1950 War Wolf Hirth bei der Gründung vom deutschen Aero-Clubs in Gersfeld/Rhön dabei und wurde ein Jahr später 1.Vorstand.
1954 hatte er seinen ersten Herzinfarkt und musste etwas kürzertreten, noch im selben Jahr wurde Hirth zum Ehrenvorsitzender des Aero-Clubs ernannt.
Aber von der Fliegerei konnte Wolf Hirth seine Finger nicht lassen, in zog es immer noch den Steuerknüppel der fliegenden Kisten.
Das wurde Wolf Hirth am 25.Juli 1959 zum Verhängnis , bei einem Segelflug mit einer Lo150 bekam Hirth seinen zweiten Herzinfarkt und stürzte in Dettingen auf einem freiliegenden Feld ab und überlebte den Absturz nicht. Leider ist die Absturzstelle durch den Ausbau der Siedlung am Guggenrain nicht mehr einsehbar.   

 
 
 

In diesem Grabmal, auf dem Waldfriedhof in Stuttgart, fanden die drei Hirth Männer nach einem bewegten Leben die  verdiente Ruhe.  

 
 
 
 
 
 
 

An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich bei Herrn Hellmut Hirth für die Hilfe, die Geduld und nicht zuletzt für die Bilder die er mir zur Verfügung gestellt hat bedanken.
Ohne ihn wäre der Bericht über seinen Vater nie so geworden wie er hier zu sehen ist.
Dankeschön !

Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü