Grafen von Württemberg - Teckblicker

Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü

Grafen von Württemberg

Info

Das Haus Württemberg ist ein bis heute existierendes Adelsgeschlecht, die bis 1918  große Teile von Südwestdeutschland prägten und beherrschten. Der Familienname ist abgeleitet von der auf dem Wirtemberg liegenden Stammburg. Konrad I. wird auch als Konrad von Wirtinisberg erwähnt. Er gilt als Stammvater des Hauses Württemberg
Später wurde der Name auf das ganze Land Württemberg und mittelbar auf das heutige Bundesland Baden-Württemberg übertragen.
1381 verkaufte Herzog Friderich von Teck und sein Sohn Cuonrat  eine Hälfte der Burg mit der Stadt Kirchheim an den Grafen Eberhart II. von Wirtemberg.

Er wurde wegen seiner streitbaren Art bei seinen Gegnern der Greiner“, oder „der Zänker“ genannt.
Greinen bedeutete im damaligen Sprachgebrauch so viel wie „Zanken“.


Bei seinen Untertanen genoss er aber den Ruf als gerechter Herrscher, was ihm den Beinahmen „Rauschebart“ im Volk bescherte.

Als am 23.August 1388 der offizielle Nachfolger vom Graf Eberhart II. sein Sohn bei der Schlacht bei Döffingen starb, wurde Eberhard III., genannt „der Milde“, zum Nachfolger von seinem Großvater ernannt. Seine Regierungszeit war geprägt durch die friedenserhaltende Politik gegenüber den Reichsstätten.

Durch die wohl bedeutendste territoriale Erwerbung kam die Grafschaft Mömpelgard durch die Verlobung seines Sohnes Eberhard IV, mit der ältesten und somit erbberechtigten Tochter vom Grafen Heinrich von Mömpelgard.
Eberhard III. regierte die Grafschaft Mömpelgard bis 1409 und übergab sie dann an seinen Sohn Eberhard IV.   

 

Der erste König von Württemberg war Friedrich Wilhelm Karl von Württemberg.

 
 

Er war ab 1797 als Friedrich II. der fünfzehnte regierende Herzog von Württemberg.
Als König von Württemberg regierte er von 1806–1816

 

Nachdem Friedrich der II. starb, übernahm sein Sohn,  Friedrich Wilhelm Carl von 1816 bis 1864 als Wilhelm I. als zweiter König von Württemberg das Amt.
Ihm haben wir auch das Cannstatter Volksfest auf Anregung seiner Frau zu verdanken. Das er als Fest 1818 nach dem Jahr ohne Sonne für die Bauern und ihre Familie initiiert hatte.

 
 
 

1818 gründete er auch die Landwirtschaftliche Unterrichts- Versuchs- und Musteranstalt in Hohenheim, aus der später die Universität Hohenheim hervorging.
  Die Gründung des Haupt.-und Landesgestüt in Marbach und der Bau des Katharinenhospitals ist der Verdienst von König Wilhelm.
Er lies auch die Grabkappelle aus liebe zu seiner Frau Katharina Pawlowna Romanowa, Großfürstin von Russland  auf dem Württemberg errichten.

 
 

Als König Wilhelm I. 1864 starb, übernahm sein einziger Sohn, Karl Friedrich Alexander von Württemberg als dritter König von Württemberg das Amt.

In seiner Amtszeit von  1864–1891 fällt der Beitritt Württembergs zum Norddeutschen Bund, der 1871 zum Deutschen Reich wurde.

Liberaler denkend als sein Vater, stellte er am 24. Dezember 1864 die Presse- und Vereinsfreiheit wieder her, und am 26. März 1868 wurde das allgemeine, gleiche, unmittelbare und geheime Wahlrecht für die Volksabgeordneten beschlossen.

Aber im großen und ganzen hatte der König keine Lust zu regieren. Das war aber der Regierung gerade recht, so konnten sie, ohne großartiges zutun von ihrem König schalten und walten wie sie es für sinnvoll hielten.
Am 3. Oktober 1891 kehrte König Karl von seine Jagtschloß Bebenhausen todkrank nach Stuttgart zurück und starb drei Tage später.  

Weil es abzusehen war dass aus der Ehe mit König Karl und  Großfürstin Olga Nikolajewna Romanowa keine Kinder zu erwarten sind, wurde der Neffe ,Wilhelm II. (Wilhelm Karl Paul Heinrich Friedrich), gleich so erzogen, dass er die Nachfolge als 4. König von Württemberg übernehmen konnte.

So übernahm Wilhelm Karl Paul Heinrich Friedrich nachdem sein Onkel starb 1891 den Königsthron.  

König Wilhelm war wohl der volksnächste König von Württemberg. Er ging bei vielen Gelegenheiten ohne Schutz und Begleitung, in Stuttgart spazieren.

Er führte zum Beispiel für Dienstboten und landwirtschaftliche Arbeiter im Lande eine Krankenversicherung ein und die Steuern in Württemberg wurden erstmals nach dem tatsächlichen Einkommen der Bürger erhoben.

Der Ausbruch des ersten Weltkriegs 1914 war ein schwerer Schlag für König Wilhelm II.
Nachdem 1918 die Stimmen lauter wurden die Monarchie abzuschaffen, nahm König Wilhelm II. seinen Hut.


Er erhielt von der Regierung , eine jährliche Rente von 200.000 Mark sowie einem lebenslangen Wohnrecht im Jagdschloss Bebenhausen.

Da König Wilhelm einen ausgeprägten Spieltrieb hatte, lies er zum Beispiel ein Flipperautomat oder ein Schachspiel nach Bebenhausen bringen.

 

Auch einem Kartenspiel in geselliger Rund war er nicht abgeneigt.

 

König Wilhelm II. ist am 2. Oktober 1921 in Bebenhausen an einer Lungenentzündung  gestorben, die er sich bei der Jagt geholt hatte. Der Leichenzug wurde, seinem letzten Wunsch entsprechend, um Stuttgart herumgeleitet.
Auf dem alten Friedhof in Ludwigsburg fand er dann seine Letzte Ruhe.

     


 
Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü