Die Beutlinsage - Teckblicker

Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü

Die Beutlinsage

Die Tecksagen

Nicht weit von der Burg Teck ist der Gelbe Felsen. Dort spielte sich vor vielen hundert Jahren eine sehr traurige Geschichte ab.   

 
 

Des öfteren kamen in das kleine Städtchen Owen zwei in Lumpen gekleidete bettelnde Buben. Die Leute haben ihnen allerhand an Speisen gegeben. Als sie jedoch nach Ihrer Herkunft und nach Ihren Eltern gefragt wurden erhielten die Leute nur ausweichende Antworten.
Auch ein fremder Mann wanderte des öfteren durch Owen, er trug immer einen Korb und eine Haue mit sich. Deshalb dachten die Leute das dieser Mann einer Arbeit auf dem Teckberg nachgeht. Die Leute wussten natürlich nicht, dass der Mann und die beiden Buben zusammen gehörten. Sie waren alle auf dem Weg zum Gelben Felsen.
Dort wurden sie von einer Frau erwartet, die Jungen und die Frau hatten eine Höhle direkt am Gelben Felsen mehr oder weniger wohnlich eingerichtet. In der Mitte des Raumes war eine Kochstelle, an der Höhlenwand war aus rohen Brettern eine Bank und ein Tisch, und weiter hinten an einer trockenen Stelle der Höhle war der Schlafplatz der drei Bewohner.
An Holz zum heizen und kochen fehlte es nicht, aber oft an Speisen. Wenn das mal wieder der Fall war schickte die Mutter ihre Jungen in’s Tal um dann um Brot und sonstige Speisen zu betteln. Während die Jungen im Tal bettelten, hing die Frau eine rote Fahne an einen Ast über den Gelben Felsen das der Vater der Buben von weitem sehen konnte dass in der Höhle wieder Not eingekehrt ist. Immer wieder mahnte die Mutter ihre Buben auf keinen Fall den Ort ihrer Herkunft preiszugeben. Eines Tages als die Not am größten war, und die Mutter keine andere Wahl hatte schickte sie ihre halbverhungerte Jungen trotz Schnee und Eis hinunter in’s Tal. Die Jungen wurden dieses mal eindringlicher nach ihrer Herkunft gefragt und endlich brachen sie ihr Schweigen und erzählen alles.   

Der Mann der ab und zu mit dem Korb und der Haue durch Owen läuft, ist ein verheirateter Mann von Beuren. Die beiden Jungen waren seine unehelichen Kinder. Die Mutter hatte gewusst, dass der Zorn der Menschen unbegrenzt sein kann, wenn sie erfahren dass eine Mutter mit ihren beiden unehelichen Kindern in einer Höhle lebte, die Jungs nicht zur Sonntagskirche gehen und noch nicht einmal die Taufe empfangen hatten.

Die Leute waren sofort der Meinung dass die Frau eine Hexe sein muss, so zogen einige Männer mit Fackeln und Mistgabeln bewaffnet hinauf zum Gelben Felsen.

Dort fesselten sie die wehrlose Frau und nahmen sie mit in den Kerker der Stadt. Vor Gericht wurde die arme Mutter der Jungen als Hexe zum Feuertod verurteilt!

 
 
 

Ihre beiden Söhne aber wurden getauft. Sie wurden rechtschaffende Handwerker.

 
Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü