Der Riese vom Teckberg - Teckblicker

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Der Riese vom Teckberg

Die Tecksagen

In den Wäldern unterhalb der Burg Teck wohnte einst ein Riese. Er hatte eine riesige Nase in seinem breiten Gesicht, mit der er alles neugierig beroch. Deshalb nannte man ihn nur Schnüffelnase.




Oft ging er ins Städtchen Owen und besuchte Hansjörg den Schlossermeister, dem er bei der Arbeit zu gerne helfen wollte. Die Werkstatt war für den Riesen aber viel zu niedrig, und so streckte er seinen struppigen Schädel einfach nur zum Fenster herein.
Anstatt jedoch zu helfen, stürze der grobe, unbeholfene Riese alles in eine heillose Unordnung. Voller Zorn dachte sich deshalb der Schlossermeister einen Streich aus. Er drehte seinen Schraubstock ganz weit auf, und stellte ihn unter das offene Fenster. Als am nächsten Tag im Fensterloch sein ungebetener Besucher, mit langer Nase erschien, packte der Schlossermeister Hansjörg mit den Zangen seines Schraubstocks zu. Die Nase des Riesen war arg zerschunden und der Schlossermeister hatte nach dieser Lektion endlich seine Ruhe vor dem rauen Unhold. Eines Tages nun sollte Hansjörg ein Türschloss auf der Teckburg richten. In Gedanken versunken war er auf dem Weg zur Burg. Da erschien Riese Schnüffelnase mit einem riesigen Knüppel in der Hand. Zu Tode erschrocken  stellte sich der Schlosser geistesgegenwärtig
auf den Kopf und spreizte die Beine wie eine Zange auf und zu.


Da erinnerte sich der Riese an seine geschwollene Nase und rief kleinlaut und immer noch näselnd.
"Da bist du ja schon wieder mit deinem verfluchten Schraubstock, lass mich endlich zufrieden damit!".
Nach dem er dies gesprochen hatte, sprang er in den dichten Teckwald zurück und hatte sich von diesem Augenblick nie wieder blicken lassen.

 
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